Bescheid über die kanonische Abhängigkeit, die Gemeinden unseres Erzbistums in Westeuropa betreffend

Dieses Dokument widerruft den patriarchalen und synodalen Tomos von 1999 und organisiert die antikanonische Enteignung der Gemeinden und aller Institutionen des Erzbistums durch die griechischen Metropolien von Westeuropa. Unsere Gemeinden gehören zur „UNION DIRECTRICE DES ASSOCIATIONS ORTHODOXES RUSSES en Europe occidentale“ (Leitenden Vereinigung der russisch orthodoxen Assoziationen in Westeuropa) und müssen von sich aus nach der Zusammenkunft der Generalversammlung des 23. Februar 2019 statutengemäß die kanonische Folge[struktur] festlegen, die dem Erzbistum in der Zukunft zu geben ist. Wir veröffentlichen diesen „Bescheid“, um den Klerus und die Mitglieder des Erzbistums über die neue Situation zu informieren, die sich hinsichtlich der Vorbereitung der Generalversammlung vom 23. Februar 2019 aus diesem „Bescheid“ ergibt.

Referenz-N° 1042

BESCHEID ÜBER DIE KANONISCHE ABHÄNGIGKEIT DER ORTHODOXEN GEMEINDEN RUSSISCHER TRADITION IN WESTEUROPA VON DEN TERRITORIALMETROPOLIEN DES ALL-ERHABENEN ÖKUMENISCHEN PATRIARCHATS

Bartholomäus, durch die Gnade Gottes Erzbischof von Konstantinopel, des Neuen Rom, und ökumenischer Patriarch.

Die Kirche Christi, der als Mutter voller Sorge am Herzen liegt, was diejenigen betrifft, die nah oder fern sind, ist der Meinung, dass sie sich ihrer annehmen muss, auf dass niemand ohne Anbindung und ohne Rückbindung bleibe, sie führt die Leitung und das Heil zusammen, je nach Notwendigkeit und den Umständen, die dem Gesamtleib eigen sind, der den Namen Christi trägt, und sie vernachlässigt die Sorge um eine bessergestaltete Verwaltung und pastorale Dienstleistung nicht, einen pastoralen Dienst, durch den die Austeilung des heilbringenden Weidelandes garantiert und mit Erfolg gekrönt wird. Denn unsere Heilige und Große Kirche Christi kann, je nach Epochen und je nach den Notwendigkeiten des Volkes Gottes, gut die Dinge den historischen Umständen anpassen, indem sie sich immer auf die Zusicherung ihrer kanonischen Privilegien stützt.

So hat denn unsere Heilige und Große Kirche Christi vorgesehen [die Gründung des Erzbistums durch den Tomos von 1999.] (...) [Übersetzung aus dem Griechischen zu vervollständigen] Die Zeit ist verstrichen und die Mutterkirche selbst, da sie mitleidvoll über die besonderen Probleme dieses Exarchats wacht und da sie die Vorschläge ihrer Eminenzen, der Hierarchen, bedenken wollte, die innerhalb der Grenzen ihrer jeweiligen Eparchien Gemeinden des oben genannten Exarchats haben, hat die Notwendigkeit gesehen, auf kanonischere und richtigere Art die Angelegenheiten dieses Exarchats zu regeln, damit nicht zwei kirchliche Autoritäten derselben Jurisdiktion im gleichen Territorium existieren, was eine Missachtung der göttlichen und heiligen Canones darstellt.

Deshalb haben wir uns synodal und im Heiligen Geist darüber ausgetauscht und tiefergehend die Meinungen studiert, die zum Ausdruck gebracht werden konnten. So bemühen wir uns und haben apostolisch [beauftragt] die Sorge um die Aufrechterhaltung und die gute kanonische Ordnung, wie auch um die rechte Art der Verwaltung und der bestehenden kirchlichen Grenzen, und wir wurden zur folgenden Entscheidung gedrängt:

1. Dass wir den Patriarchal- und Synodaltomos der Errichtung des Patriarchalexachates in Westeuropa des Jahres 1999 widerrufen, der aus Mitleid und aus Ökonomie erlassen wurde, wozu wir das exklusive Recht besitzen;

2. Dass alle Gemeinden und die anderen kirchlichen Institutionen dessen, was bis vor Kurzem das Exarchat war, kanonisch den kirchlichen Eparchien des ökumenischen Thrones unterworfen seien, und zwar je nach geographischer Grenzziehung, in denen sie sich befinden, das heißt im Heiligen Erzbistum von Thyatira und Großbritannien und in den Heiligen Metropolien von Frankreich, Deutschland, Schweden und ganz Skandinavien, Belgien, sowie Italien und Malta;

3. Dass die Mitglieder des Klerus, ab sofort, in der Göttlichen Liturgie und in den Heiligen Gottesdiensten den Namen des örtlichen verantwortlichen Hirten kommemorieren, und ihn als ihr Haupt und ihre Autorität erkennen und anerkennen;

4. Dass ihre Eminenzen, unsere Brüder in Christus und Konzelebranten, Herr Gregor von Thyatira und Großbritannien, Herr Emmanuel von Frankreich, Herr Augustinus von Deutschland, Herr Cleopas von Schweden und ganz Skandinavien, Herr Athenagoras von Belgien und Herr Gennadios von Italien und Malta, sich unverzüglich und ohne Aufschub um die kanonische und administrative Eingliederung der Gemeinden russischer Tradition bemühen sollen, die sich innerhalb ihrer Grenzen befinden, indem sie ihnen den vorliegenden Patriarchalen und Synodalen Bescheid übermitteln und die Akte vornehmen, die kirchlich und administrativ geboten sind.

Über alle, segnend den Heiligen Klerus, die monastischen Bruderschaften und das Volk, welche alle Christus lieben, rufen wir den reichen Segen von unserem Gott und Retter Jesus Christus herab und wir beten für die Stabilität, die Auferbauung und die gute Zusammenarbeit mit den Hierarchen der jeweiligen Gebiete zu Seiner Verherrlichung und zum Heil der Welt.

Somit wurde zur Veröffentlichung dieser Entscheidungen und zur Versicherung das vorliegende Patriarchale, Synodale und Bestätigende Dokument ausgestellt, das unterschrieben und gegengezeichnet wurde, einerseits für das Archiv unserer Heiligen und Großen Kirche Christi und andererseits, versendet in identischer Abfassung und unverändert, für das Heilige Erzbistum von Thyatira und Großbritannien und für die Heiligen Metropolien von Frankreich, Deutschland, Schweden und ganz Skandinavien, Belgien, sowie Italien und Malta, für ihre Archive und zum ewigen Gedenken. Im Jahr des Heils 2018, im Monat November, am 27. Tag, der 12. Epinemesis

+Bartholomée de Constantinople
+Panteleimon de Bryoula +Gennadios d’Italie et de Malte
+Augustin d’Allemagne +Germain de Tranoupolis
+Evangelos de New Jersey +Cyrille de Rhodes
+Eugène de Rethymnon et Avlopotamos +Ambroise de Corée
+Constantin de Singapour +Arsène d’Autriche
+Chrysostome de Symi +Nathanaël de Chigaco

Als exakte Kopie ausgefertig. Im Patriarchat, am 12. Januar 2019, Der Generalsekretär des Heiligen und Geheiligten Synods, [Unterschrift und Siegel des Synods : Archim. Joachim

Retour haut de page
SPIP